Mindestversorgungsdruck (Optionen Assistent Trinkwasser)

Der Mindestversorgungsdruck kann im Optionen-Assistent über zwei Optionen definiert werden.



  1. Mindestversorgungsdruck am Beginn der Hausanschlussleitung (HAL) nach den Regeln der Druckerhöhungstechnik) berechnen (DIN 1988-500):
    Wenn Sie diese Berechnungsmethode wählen, wird der Mindestversorgungsdruck aus dem Produkt der größten Fließweglänge mit einem mittleren Druckgefälle berechnet.
    Anmerkung:
    Standardmäßig werden für das Druckgefälle die Vorgaben aus der mittlerweile zurückgezogenen DIN 1988-5 verwendet. Das Druckgefälle kann in den Auslegungsoptionen unter Berechnung > Druckerhöhung den projektspezifischen Anforderungen angepasst werden.
  2. Mindestversorgungsdruck als Vorgabe des Wasserversorgungsunternehmen (WVU) (DIN 1988-300):
    An dieser Stelle ist der Mindestversorgungsdruck in hPa einzutragen. Der Standardwert für den Mindestversorgungsdruck beträgt 4000 hPa. In der Regel muss hier der Mindestversorgungsdruck als Vorgabe des Versorgungsunternehmens eingetragen werden. Damit die Festlegungen des WVU´s berücksichtigt werden können, muss die Hausanschlusssituation entsprechend zeichnerisch dargestellt werden.
    Anmerkung:
    Standardmäßig sollte vom Wasserversorgungsunternehmen gemäß DIN 1988-300 der Mindestversorgungsdruck hinter dem Wasserzähler) angegeben werden. Damit dieser Fall in der Berechnung berücksichtigt wird, dürfen die Hausanschlussleitung und der Wasserzähler zeichnerisch nicht dargestellt werden. Die Trinkwasser-Installation beginnt in diesem Fall mit dem Bauteil „neutraler Anfangs- bzw. Übergabepunkt“.
    Soll der Druckverlust in der Hausanschlussleitung und im Wasserzähler pauschal mit 850 hPa berücksichtigt werden, muss die Trinkwasser-Installation zeichnerisch mit dem Kombinationsbauteil „Hausanschlussgruppe“ beginnen.
    Anmerkung:
    Die pauschale Berücksichtigung des Druckverlustes in der Hausanschlussleitung und des Wasserzählers des WVU´s mit insgesamt 850 hPa führt in Trinkwasser-Installationen für mehrgeschossige Gebäude zu einem geringen verfügbaren Druckgefälle und damit zu unnötig großen Leitungsquerschnitten. Diese Druckverluste sollten unter Berücksichtigung der Vorgaben des Wasserversorgers differenziert berechnet werden, insbesondere dann, wenn in größeren Trinkwasser-Installationen Woltmannzähler zum Einsatz kommen.

    Werden vom WVU der Werkstoff und die Nennweite der Hausanschlussleitung sowie die Bauart der Hauptabsperreinrichtung (HAE) und des Wasserzählers angegeben, können die entsprechenden Druckverluste auch differenziert berechnet werden. Dazu muss die Hausanschlussleitung, beginnend mit dem Bauteil „Hausanschlusspunkt“ (Ventilanbohrschelle) und die Wasserzähleranlage, zeichnerisch dargestellt werden. Die Vorgaben des WVU´s können in die Teilstreckeneigenschaften der Hausanschlussleitung bzw. in die Bauteileigenschaften der jeweiligen Einbauten übernommen werden.

  3. Im Bereich Wasserhärte definieren Sie die Eingangswasserhärte des Startbauteils in °dH.
  4. Mit Zurück können Sie die zuvor getroffenen Einstellungen erneut überarbeiten.

  5. Mit Weiter gelangen Sie zum nächsten Schritt der Auslegungsdefinitionen.

Weitere Informationen finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Hier gelangen Sie zum Video - Trinkwasser Pro Mindestversorgungsdruck

Hier gelangen Sie zum Video - Trinkwasser Pro Regel der Druckerhöhungstechnik