Zirkulationssimulation
Grundlagen der Zirkulationssimulation
In den letzten Jahren kommen immer mehr thermische Regulierventile zum hydraulischen Abgleich von Zirkulationssystemen in der Trinkwasser-Installation zum Einsatz. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass für diese Ventiltechnik die herkömmlichen Vorgehensweisen der Rohrnetzberechnung die Temperaturhaltung im Rohrnetz nicht ausreichend sicherstellen bzw. nachweisen können. Der Grund hierfür liegt in der Dynamik solcher Rohrnetze. Trifft beispielsweise die Pumpenkennlinie nicht exakt den gewünschten Betriebspunkt (in der Praxis üblich), so verschiebt sich der Betriebspunkt nicht wie im Fall von statischer Ventiltechnik entlang der Rohrnetzkennlinie, es ändern sich vielmehr die gesamte Kennlinie des Netzes, die Volumenströme und die Kv-Werte der Regulierventile.
Da bei der herkömmlichen Rohrnetzberechnung nur ein statischer/theoretischer Fall abgebildet wird, werden für solche Netze neue Methoden zum Nachweis der einwandfreien Funktion des Netzes benötigt.
Dendrit hat aus diesem Anlass in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Münster eine Zirkulationssimulation entwickelt, die auf die bisherige Rohrnetzberechnung aufsetzt und in der Lage ist, den realen Betriebsfall so genau wie möglich abzubilden.
Da in dieser Simulation nicht nur der Auslegebereich der Ventile berücksichtigt wird, können auch Simulationen für z.B. den Desinfektionsfall durchgeführt werden und damit sichergestellt werden, dass die hierfür notwendigen Temperaturen im gesamten Netz erreicht werden.
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