Wasserentnahmesimulation
Grundlagen der Wasserentnahmesimulation
Die Entnahmesimulation dient in erster Line dem Verhindern von stagnierenden Wassermengen und setzt sich aus einer Reihe von Komponenten zusammen. Alle diese Komponenten (Spülventile, Hygienespülungen, Strömungsteiler usw.) können in der STUDIO-Berechnung gezeichnet und ausgelegt werden. Während die Berechnung nach DIN nur sicherstellt, dass die Mindestdrücke und die Mindestvolumenströme bei einem gegebenen Versorgungsdruck auch eingehalten werden, kann die Wasserentnahmesimulation die echten Volumenströme ermitteln und mit Hilfe dieser, Spülzeiten und Spülvolumen errechnen und darstellen.
Die Spülung erfolgt als reinigende Spülung nach dem Arbeitsblatt DVGW W 557.
Es können mehrere Verbraucher gleichzeitig geöffnet werden, druckzonenübergreifender Wasserentnahme und Entnahmestellen können im Ring simuliert werden. Die Wasserentnahmesimulation hat zwei Wasserentnahmestrategien mit denen das Netz simuliert werden kann.
Benutzeroberfläche der Wasserentnahmesimulation
Wasserentnahmestrategien
Die Wasserentnahmestrategie Spültechnik erfolgt nach einer bestimmten Entnahmereihenfolge und wird folgendermaßen durchgeführt:
- Öffnen aller Komponenten der Spültechnik
- Zuleitung zur Löschwasserübergabestation
- Spültechnik bei Coolflow-Systemen
- PWH-Fließwege
- PWC-Fließwege
- Fließwege zu Mischverbrauchern
- Als Abbruchkriterium gilt ein 1-facher Wasseraustausch in allen bewegten Teilstrecken.
Die Wasserentnahmestrategie Inbetriebnahme 806-4 wird folgendermaßen durchgeführt:
- Öffnen aller Entnahmestellen
- Es werden raumweise alle Entnahmestellen geöffnet.
- Die Sortierung erfolgt nach der Fließweglänge, beginnend mit dem kürzesten Fließweg.
- Entnahmestellen ohne Berücksichtigung von Durchflussmengenbegrenzern
- Als Abbruchkriterium gilt ein 20-facher Wasserwechsel in allen bewegten Teilstrecken.
