Temperaturverlauf in Rand und Aufenthaltszone bei der integrierten Ausführung

Nach DIN EN 1264-3 befinden sich die Randzonen mit einer (auf bis 35 °C) erhöhten Oberflächentemperatur im Allgemeinen an den Außenwänden eines Raumes und dürfen maximale eine Breite von 1 m haben. Wie in Abschnitt 4.1.3 in DIN EN 1264-3 erfolgt die Auslegung auf Basis der höheren Grenzkurve für (ϑF,max − ϑi) = 15 K. Die Wahl der Temperaturspreizung in der Randzone bei Reihenschaltung mit einem Heizkreis erfolgt nach DIN EN 1264-3 indem, die berechnete Vorlauftemperatur aus der niedrigeren Grenzkurve bei Reihenschaltungen mit einem Heizkreis in der Aufenthaltszone nicht beim Eintritt des Heizwassers aus der Randzone in die Aufenthaltszone überschritten wird.

In Abbildung 1 ist eine bifilare integrierte Verlegung dargestellt. Aus dieser Abbildung wird ersichtlich, dass bei Reihenschaltung von Rand- und Aufenthaltszone der Rücklauf der Randzone zum Vorlauf der Aufenthaltszone wird. Durch die Dimensionierung der Verlegung kann hier die Vorlauftemperatur der Aufenthaltszone so gewählt werden, dass die Grenzkurve nicht überschritten wird.
Abbildung 1. Integrierte bifilare Verlegung
Die Grenzkurven für Randzone sowie Verweilflächen (Aufenthaltszone) und Bäder sind in Abbildung 2 dargestellt.
Abbildung 2. Grenzkurven für Randzone sowie Verweilflächen und Bäder

Die Grenzkurven dienen der Festlegung der maximal zulässigen Vorlauftemperatur. Für die maximalen Fußbodenoberflächentemperaturen gelten die folgenden physiologisch zulässigen Grenzwerte:

  • 29°C für Aufenthaltszonen

  • 35°C für Randzonen

Weiterhin wird eine Teilung des Systems verwendet, bei der die spezifische Leistung (W/m²) nicht den Grenzwert qG,max aus Abbildung 2 überschreitet.

Hier gelten die folgenden Grenzwerte:

  • qG,max = 100 W/m² für Verweilflächen

  • qG,max = 175 W/m² für Randzonen

Aus diesem Zusammenhang ergibt sich der Faktor qRZ/qAZ = 1,75. Dieser Faktor kann in Dendrit STUDIO geändert werden. Dendrit STUDIO versucht dann über die Teilung dies anzupassen.